Aktuelles vom Initiativkreis Öffentlicher Rundfunk

12. 12. 2011
Die nächste öffentliche Vortragsveranstaltung wird am 9. 3. 2012 in Räumlichkeiten der Universität zu Köln stattfinden. Sie wird sich mit der Frage der angemessenen Positionierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der dualen Rundfunkordnung befassen. Als Titel für diese Veranstaltung wurde – anlehnend an eine von der DLM im Frühjahr 2011 ausgerichtete Tagung zum Public Value privater Rundfunkveranstalter – von der eingesetzten Arbeitsgruppe gewählt: „Public Value. Was soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk für die Gesellschaft leisten?“ In dieser Veranstaltung sollen, aufbauend auf den für einen ersten Themenblock vorgesehenen verfassungsrechtlichen, medienwissenschaftlichen und kommunikationswissenschaftlichen Grundsatzreferaten, die unterschiedlichen medienpolitischen Positionen der öffentlich-rechtlichen Programmverantwortlichen dargelegt und diskutiert werden. Insbesondere die unterschiedlichen Auffassungen über die konkrete Ausformung des Programmauftrags für die Vielzahl neuer, nicht-linearer Angebote, die im Zuge der Digitalisierung entstanden sind, sollen dabei zur Sprache kommen. Das Veranstaltungsprogramm wird in Kürze auf dieser Website eingestellt; die Einladungen zu dieser Veranstaltungen werden Anfang 2012 verschickt. Dann ist auch eine Online-Anmeldung möglich. 


21. 9. 2011
Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am 17. 11. 2011.  


8. 6. 2011
Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am 20. 9. 2011.


1. 5. 2011
Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am 7. 6. 2011.


5. 2. 2011
Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am 5. 4. 2011;
die Sitzung der Vorbereitungskommission der nächsten IOER Tagung findet statt am 15. 3. 2011.

1. 12. 2010
Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am 1. 2. 2011.


16. 7. 2010
Die nächsten Sitzungen des Initiativkreises finden statt am 21. 9. 2010 und am 30. 11. 2010.


16. 7. 2010
In der Sitzung am 6. 7. 2010 hat Herr Dr. Günter Müchler, der Programmdirektor des Deutschlandradios, über Möglichkeiten und Probleme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks referiert, mit audiovisuellen Angeboten die Aufmerksamkeit junger Hörer und Nutzer (zurück) zu gewinnen. Dabei ist er speziell auch auf die Angebote von DRadio Wissen eingegangen.


12. 5. 2010
Das Weißbuch "Kulturelle Vielfalt gestalten" der Deutschen UNESCO-Kommission ist jetzt auch in Englischer Sprache erschienen: Shaping Cultural Diversity. Recommendations for Action from Civil Society for the Implementation in and by Germany of the UNESCO Convention on the Diversity of Cultural Expressions (2005).


21. 12. 2009
Mittlerweile ist auch der UNESCO-Weltbericht 2009 zur kulturellen Vielfalt im Internet abrufbar. Er enthält zehn Empfehlungen zur Stärkung der kulturellen Vielfalt, darunter auch den Hinweis auf die Notwendigkeit eines "World Observatory on Cultural Diversity" – ein Institut, das die Einflüsse der Globalisierung auf kulturelle Vielfalt überwacht, Daten generiert und Informationen weltweit zugänglich machen könnte.

16. 12. 2009
Das Weißbuch "Kulturelle Vielfalt gestalten" der Deutschen UNESCO-Kommission ist erschienen. Darin werden Maßnahmen vorgeschlagen, wie die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in Deutschland geschützt und gefördert werden kann. Das Weißbuch ist ein Beitrag der Zivilgesellschaft zur Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens in und durch Deutschland. An seiner Formulierung haben ca. 60 Experten mitgearbeitet, u. a. die Vorsitzende des Berliner Initiativkreises öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Antje K. Pieper, und der Vorsitzende des Kölner Initiativkreises Öffentlicher Rundfunk, Manfred Kops. Die ausführliche Meldung sowie ein Link auf den Text des Weißbuchs finden Sie hier.


11. 12. 2009
Die nächsten Sitzungen des Initiativkreises finden statt am 2. 3. 2010 und am 11. 5. 2010.


3. 12. 2009
Der Landtag NRW hat gestern das Dreizehnte Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den "Westdeutschen Rundfunk Köln" und des Landesmediengesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (LMG NRW) - 13. Rundfunkänderungsgesetz -   beschlossen. Es kann hier abgerufen werden. Der Initiativkreis wird sich in seiner Sitzung am 10. 12. 2009 damit befassen; möglicherweise auch in der ersten Sitzung im neuen Jahr, die am 2. 3. 2010 stattfinden wird.


3. 12. 2009
Als Band 4 der „Beiträge des Kölner Initativkreises Öffentlicher Rundfunk“ ist jetzt im Lit-Verlag Berlin erschienen:
Reinhard Grätz: WDR-Rundfunkrat und europäische Medienpolitik. Näheres zu dieser Publikation finden Sie hier.


3. 12. 2009
Die erste Sitzung des IOER im kommenden Jahr findet statt am Dienstag, dem 2. 3. 2010 (Ort wird noch bekannt gegeben).


1. 12. 2009
Die nächste Sitzung des IOER findet statt am Donnerstag, dem 10. Dezember 2009, in Raum 810, WDR-VSH. Haupttagesordnungspunkt ist ein Referat von Frau Prof. Dr. Bock-Rosenthal zum Thema Dreistufentest.


13. 7. 2009
Die nächste Sitzung des IOER findet statt am Donnerstag, dem 8. Oktober 2009, in Raum 3103, WDR-Funkhaus am Wallrafplatz; die übernächste Sitzung findet statt am Donnerstag, dem 10. Dezember 2009 in Raum 810, WDR-VSH.


10. 7. 2009
Der Tagungsband zur Veranstaltung des IOER "Der Dreistufentest als Chance für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist jetzt im Lit-Verlag Berlin als Band 3 der Beiträge des Kölner Initiativkreises Öffentlicher Rundfunk erschienen. Näheres dazu finden Sie hier.


27. 3. 2009
Am 16. 3. 2009 hat im Maternushaus (Tagungszentrum des Erzbistums Köln, Kardinal-Frings-Str. 1-3, 50668 Köln) die Tagung „Der Dreistufentest als Chance für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ stattgefunden (das Veranstaltungsprogramm dazu finden Sie hier. Ca. 100 Teilnehmer verfolgten die Redebeiträge und die anschließenden Diskussionsrunden. Alle Beiträge sowie die Diskussionen sind im gleichnamigen Tagungsband in der Reihe „Beiträge des Kölner Initiativkreises öffentlicher Rundfunk“, Lit Verlag Berlin, erschienen. Einige Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

13. 2. 2009
Das Programm der Tagung des IOER am 16. 3. 2009 zum Dreistufentest steht jetzt fest. Sie können es hier einsehen, ebenso wie organisatorische Hinweise und ein Online-Formular, mit dem Sie sich zur Tagung anmelden können.


13. 2. 2009
Die nächsten Sitzungen des Initiativkreises finden statt am Dienstag, dem 21. April 2009, 14.15 – 17.15 Uhr, in Raum 840 VSH, und am Mittwoch, dem 24. Juni 2009, 14.15 – 17.15 Uhr. Die Einladungen nebst Tagesordnungen und Angabe des Tagungsraums werden rechtzeitig vor diesen Terminen versandt.


21. 12. 2008
Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am Dienstag, dem 3. Februar 2009, 14.15 – 17.15 Uhr. Anders als üblich wird getagt im Maternushaus, Raum Quirinus, Kardinal-Frings-Str. 1–3, 50668 Köln.


15. 12. 2008
Der Termin für die Tagung des Initiativkreises zum Dreistufentest steht jetzt fest: Die Tagung findet statt am 16. März 2009, im Maternushaus, Kardinal-Frings-Str. 1–3, 50668 Köln. Herr Dr. Jacobi hat dies ermöglicht und es dankenswerterweise auch übernommen, die organisatorischen Absprachen mit dem Maternushaus zu treffen. Das Tagungsprogramm wird in den nächsten Wochen auf den Websites des IOER eingestellt.


12. 7. 2008
Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am Dienstag, dem 16. September 2008, 14.15 – 17.15 Uhr. Der Tagungsraum steht noch nicht fest, er wird Ihnen in der Einladung mitgeteilt, die rechtzeitig vor unserem Treffen versandt wird.


13. 2. 2008
Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am Dienstag, dem 8. April 2008, 14.15 – 16.45 Uhr; die übernächste Sitzung findet statt am Dienstag, dem 10. Juni 2008. Die Einladungen nebst Tagesordnungen und Angabe des Tagungsraums werden rechtzeitig vor diesen Terminen versandt.


13. 2. 2008
Auf der Sitzung des Initiativkreises und des Fördervereins am 12. 2. 2008 wurden der bisherige Vorsitzende, Herr Dr. Kops, und der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Herr Dr. Leidinger, einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Zudem wurde als weiterer stellvertretender Vorsitzender Herr Horst Schröder gewählt.


23. 11. 2007
Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am Mittwoch, dem 12. Februar 2008, 14.15 – 16.45 Uhr, in Raum 850, VSH des WDR. Die Einladung nebst Tagesordnung zu beiden Sitzungen wird Mitte Januar versandt.


20. 10. 2007
Der deutsche Auslandsrundfunk als wichtiges Element der interkulturellen und internationalen Kommunikation
Der Vorsitzende des Initiativkreises Öffentlicher Rundfunk Köln, Manfred Kops, hat am 19. 10. 2007 auf einer von der Technischen Universität Ilmenau in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt veranstalteten Konferenz zum Thema "Internationale Kommunikation in Kultur, Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft" einen Vortrag gehalten zum Thema: „Der deutsche Auslandsrundfunk als wichtiges Element der interkulturellen und internationalen Kommunikation“. Sein Resumee: Im Zuge der Globalisierung überschreiten die räumlichen Wirkungen vieler privater und öffentlicher Aktivitäten die vormals lokalen, regionalen oder allenfalls nationalen Grenzen und entfalten übernationale, z. T. auch weltweite Wirkungen. Damit gewinnt auch die internationale und interkommunale Kommunikation über die Gestaltung solcher übernationaler Aktivitäten an Bedeutung – zu Lasten der innerstaatlichen und innerregionalen Kommunikation. Im Widerspruch zu diesem Bedeutungsgewinn der internationalen und interkommunalen Kommunikation ist die Finanzausstattung des deutschen Auslandsrundfunks in den letzten zehn Jahres ständig verringert worden, u. a. weil die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sich auf die Bedeutsamkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die innerstaatliche öffentliche Kommunikation konzentriert hat, weil die Einnahmen des Bundes (der den deutschen Auslandsrundfunk finanziert) in der Vergangenheit wesentlich weniger stark gestiegen sind als die Einnahmen der für Inland zuständigen öffentlich-rechtlichen Sender und weil die Programme der Deutschen Welle im Inland nicht empfangen und damit deren Wert für die Bevölkerung und die Politiker nicht deutlich wird.


10. 10. 2007
EURALVA- Conference in Copenhagen
Am 10. 10. 2007 veranstaltete die European Alliance of Listeners’ and Viewers’ Assocosiations, EURALVA, eine Tagung zur Thema “Public Service Broadcasting in Eastern Europe”. Daran nahmen nehmen den Vertretern der westeuropäische Mitglieder dieser Organisation, u. a. dem Vorsitzenden des Kölner Initiativkreises Öffentlicher Rundfunk, zahlreiche Teilnehmer aus osteuropäischen Staaten teil. Hauptgegenstand der Veranstaltung waren die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Gründung von Hörer- und Zuschauerorganisationen in den neuen osteuropäischen Mitgliedstaaten und Mitgliedskanditaten der Europäischen Gemeinschaft.


6. 10. 2007
Der öffentlich-rechtliche Programmauftrag in der digitalen Medienwelt.
Der Vorsitzende des Initiativkreises Öffentlicher Rundfunk Köln, Manfred Kops, hat am 5. 10. 2007 auf dem 2. Workshop des Medienwissenschaftlichen Lehr- und Forschungszentrums der Universität zu Köln einen Vortrag gehalten zum Thema: „Alte und neue öffentlich-rechtliche Medien. Zum Wandel der Medienpublika in Deutschland seit den 1990er Jahren – und zu den Konsequenzen für den öffentlich-rechtlichen Programmauftrag“. Sein Resumee: Infolge der technischen Veränderungen, der Veränderungen des Nutzerverhaltens und der steigenden Attraktivität neuer, nicht-linearer und interaktiver Online-Dienste kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk bestimmte Bevölkerungsgruppen, speziell junge Leute, über die linearen Hörfunk- und Fernsehprogramme kaum noch erreichen. Er muss deshalb verstärkt versuchen, seinen Programmauftrag mit öffentlich-rechtlichen Online-Angeboten zu erfüllen, die für diese Bevölkerungsgruppen immer weniger als Komplemente, sondern immer mehr als Substitute des linearen Rundfunks fungieren. Dieser Verlagerung entgegen steht die Beschränkung öffentlich-rechtlicher Online-Angebote auf programmbegleitende Inhalte und auf 0,75 % der Gesamtausgaben. Beide Regelungen sollten aufgehoben werden.


Der Berliner Initiativkreis öffentlich-rechtlicher Rundfunk hat sich in seiner Sitzung am 11. September 2007 mit unserer Stellungnahme zur Finanzausstattung des Deutschen Auslandsrundfunks befasst und beschlossen, sich dieser Stellungnahme anzuschließen.


Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am Mittwoch, dem 7. November 2007, 14.15 – 16.45 Uhr. Im Anschluss daran findet von ca. 16.45 – 17.15 Uhr die Sitzung des Fördervereins statt. Die Einladung nebst Tagesordnung zu beiden Sitzungen wird Ende September versandt.


Der Initiativkreis hat am 24. 8. eine Stellungnahme zur Finanzausstattung des Deutschen Auslandsrundfunks abgegeben. Darin begrüßt er die von ARD und ZDF zugesagte Zulieferung von Programmen sowie die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung des Etats der Deutschen Welle um 4 Mio. EU. Er weist aber auch darauf hin, dass die von ARD und ZDF zugelieferten Programme von der Deutschen Welle nur sinnvoll verwendet werden können, wenn sie redaktionell bearbeitet und die internationalen Verwertungsrechte erworben werden. Um die Deutsche Welle im härter gewordenen Wettbewerb mit dem Auslandsrundfunk anderer Staaten konkurrenzfähig zu erhalten und der im Zuge der Globalisierung gewachsenen Bedeutung internationaler und interkultureller Kommunikation zu genügen, sei eine weitere und längerfristige Verbesserung ihrer Finanzausstattung erforderlich.

Die Stellungnahme wurde versandt an die Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses, des Haushaltsausschusses und des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages sowie an den Außenminister Frank-Walter Steinmeier und den Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann. Die Rundfunk- und Verwaltungsräte der DW und des WDR, der Fernseh- und Verwaltungsrat des ZDF, die Initiativkreise Öffentlicher Rundfunk Berlin und München sowie die Presse erhielten sie zur Kenntnisnahme.


Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am Montag, dem 20. August 2007, 14.15 – 17.15 Uhr, in Raum 850, WDR-Vierscheibenhaus. Die Einladung nebst Tagesordnung wird Anfang August versandt.


Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am Mittwoch, dem 9. Mai 2007, 14.15 – 17.15 Uhr. Als Gast werden wir den Justitiar der Deutschen Welle, Herrn Dr. Peter Niepalla, begrüßen, der über die Aufgaben und Finanzierung seines Senders sowie über die Zukunft des Transtel-Dienstes sprechen wird. Zu letzterem Thema begrüßen wir als weiteren Gast Herrn Hans Koch, der bis vor kurzem die für diesen Dienst zuständige Abteilung in der Deutschen Welle leitete.


Der Berliner Initiativkreis Öffentlicher Rundfunk, deren Vorsitzende, Frau Antje K. Pieper, auch Mitglied in unserem Kölner Initiativkreis ist, hat seit Kurzem eine Internet-Plattform: http://www.berlinkreisrund.de/.


Die nächste Sitzung des Initiativkreises findet statt am Mittwoch, dem 7. Februar 2007, 14.15 – 17.15 Uhr. Die Einladungen zu dieser Sitzung werden Anfang Januar nächsten Jahres versandt, zusammen mit der Tagesordnung und dem Protokoll der Sitzung am 2. 11. 2006.


In der Sitzung am Donnerstag, dem 2. November 2006, 14.30 – 17.30 Uhr, Raum 3103, Funkhaus Wallrafplatz haben Frau Sabine Hadamik und Herr Ortlieb Fliedner, beide Mitglieder unseres Initiativkreises, über ein Gutachten zum Thema "Weniger Gesetze durch die Privatisierung öffentlicher Aufgaben?" berichtet, das sie für die Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt haben. Das Gutachten kann in Kürze von den Websites der Friedrich-Ebert-Stiftung herunter geladen werden. Anschließend hat Ernst Elitz, der Intendant des DeutschlandRadios, über das Thema "Selbstverpflichtungen als Instrument der Qualitätssicherung" referiert. Das Referat ist in der Reihe "Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie" als Heft 217 erschienen; es kann von den Websites dieses Instituts herunter geladen werden.


Die European Alliance of Listeners' and Viewers' Associations (EURALVA) hat am 7. 11. 2006 ein Positionspapier zum Berichtsentwurf des Europäischen Parlaments vorgelegt: "Comments to the Draft Report of the European Parliament on the proposal for a directive of the European Parliament and of the Council amending Council Directive 89/552/EEC".
Der Kölner Initiativkreis, Mitglied der EURALVA, schließt sich dieser Stellungnahme an. Zudem verweist er nochmals auf seine Resolution "Keine Aufweichung der klaren Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung" vom 13. 6. 2006, in der er sich für ein Verbot von Product Placement, auch in nicht-linearen Diensten, ausgesprochen hat. Er hält an dieser Forderung fest. Eine eventuell erforderliche Verbreiterung des Einnahmenspektrums der kommerziellen Anbieter audiovisueller Medien soll und kann nach Überzeugung des Kölner Initiativkreises auf anderem Wege erfolgen.


Der unter Federführung des Ausschusses für Kultur und Bildung (Vorsitzende: Ruth Hieronymi) erstellte Bericht des Europäischen Parlaments zur Revision der Europäischen Fernsehrichtlinie ist Anfang August in englischer Sprache vorgelegt worden; mittlerweile ist er auch in deutscher Übersetzung verfügbar. Darin wird eine im Vergleich zum Kommissionsentwurf restriktivere Behandlung des sog. Product Placement gefordert; ein völliges Verbot dieser Praxis, auch für die nicht-linearen Dienste, wie ihn z. B. unser Initiativkreis in seiner Stellungnahme "Keine Aufweichung der klaren Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung" vom 13. 6. 2006 gefordert hat, wird aber mit Blick auf die als notwendig erachtete Verbreiterung der Einnahmen kommerzieller Rundfunkveranstalter nicht gefordert. Bezüglich der quantitativen Beschränkungen der Werbezeiten spricht sich der Entwurf des Europäischen Parlaments sogar für eine vollständige Liberalisierung aus, während der Kommissionsentwurf hier lediglich eine Flexibilisierung vorgeschlagen hatte.
Im September und Oktober d. J. können in den beteiligten Ausschüssen des Europäischen Parlaments Änderungsanträge eingebracht werden, über die dann kurzfristig entschieden wird. Für den 11. - 14. Dezember 2006 ist die Abstimmung des Berichtes im Europäischen Parlament in 1. Lesung vorgesehen.


Am 13. Juni 2006 hat der Kölner Initiativkreis die folgende Resolution verabschiedet, der sich auch der Berliner Initiativkreis angeschlossen hat:

Initiativkreis Öffentlicher Rundfunk Köln
Resolution vom 13. 6. 2006

Revision der Europäischen Fernsehrichtlinie:
Keine Aufweichung der klaren Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung!

Im Dezember 2005 hat die Europäische Kommission den Entwurf für eine Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste vorgelegt, die an die Stelle der Europäischen Fern­sehrichtlinie treten soll. Die darin für fiktionale Programme (Spielfilme und Serien) beabsichtigte Legalisierung des sog. Product Placement wird vom Kölner Initiativkreis abgelehnt, weil dadurch die redaktionelle Unabhängigkeit und die Qualität und Vielfalt des Programmangebotes verloren gingen. Das wäre weder im Interesse der Nachfrager noch der Anbieter audiovisueller Mediendienste. Im Gegenteil: es widerspräche massiv dem von der Europäischen Kommission in anderem Zusammenhang immer wieder propagierten Verbraucherschutz. Auch die über die Medien stattfindende öffentliche Kommunikation würde beschädigt, weil durch Product Placement (und vor allem durch ein davon kaum trennbares „Themen-Placement“) nichtkommerzielle Inhalte, wie z. B. der Diskurs über politische Fragen und die Interessen und Meinungen von Minderheiten, verdrängt würden durch eine verstärkte „kommerzielle Kommunikation“ und eine noch stärkere Konzentration auf den mainstream. Mit der – in vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft – auch verfassungsrechtlich – gebotenen Unabhängigkeit der Medien ist das nicht vereinbar. Sogar in den USA, wo man der „kommerziellen Kommunikation“ in den Massenmedien sehr viel aufgeschlossener gegenübersteht als in Europa, versucht man mittlerweile, diesen Fehlentwicklungen gegenzusteuern. Das sollte uns in Europa eine Lehre sein und uns veranlassen, das für das analoge Fernsehen bewährte Trennungsgebot beizubehalten und auch für die nicht-linearen audiovisuellen Mediendienste zu übernehmen.
Den vollständigen Text der Resolution finden Sie hier.


Am 1. Februar hat die Europäische Kommission ein Weißbuch zur europäischen Kommunikationspolitik verabschiedet. Es stützt sich auf den im Juli 2005 angenommenen Aktionsplan für Kommunikation, in dem die Kommission ihre Maßnahmen zur Reform ihrer eigenen Kommunikationstätigkeiten, zur Annäherung an den Bürger und zur besseren Berücksichtigung ihrer Anliegen darlegt. Hauptziel des Weißbuchs ist es, alle wichtigen Akteure zu mobilisieren. Unionsbürger und Betroffene werden um ihre Beiträge gebeten. Zu diesem Zweck wurde eigens eine mehrsprachige Webseite eingerichtet: http://europa.eu.int/comm/communication_white_paper/index_de.htm


Am 1. Februar 2006 sind die WDR-Leitlinien zur Programmgestaltung in Kraft getreten. Der WDR-Rundfunkrat hat den Leitlinien, zu denen der WDR gesetzlich verpflichtet ist, in seiner Sitzung am 27. Januar 2006 zugestimmt. In insgesamt zehn Kapiteln legt der WDR dar, wie er sich heute und in den nächsten Jahren unter anderem in den Bereichen Information, Kultur und Bildung engagieren wird. Zum PDF-Download der WDR-Programmleitlinien klicken Sie hier.


Die European Alliance of Listener´s and Viewer´s Associations, EURALVA, der auch der Kölner Initiativkreis angehört, hat auf ihrer Tagung im Januar eine Entschließung zur Europäischen Fernsehrichtlinie formuliert: „Die Rechte der Europäischen Fernsehzuschauer müssen bewahrt werden! EURALVA´s Antwort zum Vorschlag der Europäischen Kommission, die Fernsehrichtlinie zu novellieren“.


In der Sitzung am 9. 2. standen die Themen Programmrichtlinien des WDR und Revision der Europäischen Fernsehrichtlinie im Mittelpunkt. Dazu referierten als Gäste Frau Karin Junker, früheres Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Programmausschusses des WDR, und Frau Eva-Maria Michel, Justitiarin des WDR. Einzelheiten können dem Protokoll entnommen werden, das im internen Bereich eingestellt ist.


Die Referate und Diskussionen der Tagung des Initiativkreises zum Thema: "Der Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" sind jetzt als Band 2 der Reihe "Beiträge des Kölner Initiativkreises öffentlicher Rundfunk" im Lit-Verlag erschienen.


Die Arbeit der dritten zwischenstaatlichen Verhandlungsrunde der Regierungsexperten zum Entwurf der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen wurde am 3. 6. 2005 beendet. Ein beträchtlicher Teil der Forderungen und Anregungen, die unser Initiativkreis unter Federführung von Martin Stock in seiner Stellungnahme "Wo bleiben die Medienfunktionen in der UNESCO-Kulturkonvention? Den Public-Service-Rundfunk stärker herausstellen!" unterbreitet hat, sind darin berücksichtigt worden. Beispielsweise wurde in die Präambel das Prinzip des Medienpluralismus aufgenommen, und in Kap. IV wurde der öffentlich-rechtliche Rundfunk explizit erwähnt. Die englische Fassung wird in den nächsten Tagen auf der Homepage der UNESCO veröffentlicht werden (www.unesco.org), eine erste zusammenfassende Beschreibung und Bewertung durch die deutsche UNESCO-Kommission finden Sie hier.


Am 25. April 2005 hat der Initiativkreis die folgende, unter Federführung seines Mitgliedes Martin Stock formulierte Resolution verabschiedet:

Wo bleiben die Medienfunktionen in der UNESCO-Kulturkonvention?
Den Public-Service-Rundfunk stärker herausstellen!


Ziel der Kulturkonvention, die von der 33. Generalkonferenz der UNESCO im Oktober 2005 beschlossen werden soll, ist die Gewährleistung kultureller Vielfalt im Zeichen fortschreitender Liberalisierung und Globalisierung auf dem Boden des GATS (portal.unesco.org/culture, Towards a Convention on the Protection of the Diversity of Cultural Contents and Artistic Expressions). Die Deutsche UNESCO-Kommission hat eine Bundesweite Koalition Kulturelle Vielfalt initiiert, die die Ausarbeitung der Konvention begleitet (www.unesco.de, Plattform: UNESCO-Konvention zur kulturellen Vielfalt). Ihr gehört auch unser Kreis an. Am 26.4.2005 hat sich diese Koalition in Berlin zu ihrem vierten Fachgespräch getroffen. Dort ist der aktuelle Entwurfstext erörtert worden, der der am 25.5.2005 in Paris beginnenden Regierungskonferenz zur abschließenden Beratung vorgelegt werden soll. Im Hinblick darauf haben wir die nachfolgend dokumentierten Vorschläge für eine ausdrückliche Einbeziehung der Medien, zumal des öffentlichen Rundfunks, gemacht und dafür auf dem Berliner Treffen Interesse und Unterstützung gefunden. Unserer Stellungnahme hat sich auch der Initiativkreis Öffentlicher Rundfunk Berlin angeschlossen. Den Text dieser Resolution finden Sie hier, eine englische Version finden Sie hier.


Auf der nächsten Sitzung des Initiativkreises am 25. 4. 2005 wird der Justitar der Deutschen Welle, Herr Dr. Peter Niepalla, zum im Mittelpunkt dieser Sitzung stehenden Thema "Selbstverpflichtungserklärungen" referieren. Sein Referat ist in einer erweiterten Fassung unter dem Titel "Selbstverpflichtungserklärungen als Instrument der Qualitätssicherung. Positionen und Erfahrungen der Deutschen Welle" bereits als Heft 198 der Reihe "Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie" erschienen. Klicken Sie hier, um es herunterzuladen.


Am 30. März 2005 ist das langjährige Mitglied unseres Initiativkreises, Hans-Geert Falkenberg, im Alter von 85 Jahren verstorben. Wir verlieren mit ihm einen engagierten Mitstreiter, der sich stets engagiert für die Ziele unseres Kreises eingesetzt und ihm wichtige Impulse vermittelt hat. Der Intendant des WDR, Fritz Pleitgen, hat ihn in seinem Nachruf so beschrieben: "Hans-Geert Falkenberg war ein Mann mit Haltung, ein unermüdlicher Kämpfer für Qualität".
Mehr zu seinen bedeutenden Verdiensten um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, vor allem für die Kultur- und Unterhaltungsprogramme des WDR, den Aufbau des Dritten Fernsehprogramms des WDR und die von ihm gegründete und bis zuletzt unermüdlich geförderte Programmmesse "Input" findet sich im Nachruf von Herrn Pleitgen sowie in den Erinnerungen von Volker Lilienthal.


In der letzten Sitzung des Initiativkreises wurde beschlossen, die Folgen des "General Agreement on Trade in Services" GATS, bisher bereits Gegenstand seiner Diskussionen, zu einem neuen Schwerpunkt seiner Arbeit zu machen. Die Kontakte zur Deutschen UNESCO-Kommission und zum Deutschen Kulturrat sollen hierfür noch intensiviert werden. Beide Institutionen haben sich zu dieser Thematik in der Vergangenheit bereits geäussert, und beide Institutionen bieten auf ihren Webseiten umfangreiche Informationen zu dieser Thematik an: Auf den Webseiten des Deutschen Kulturrats findet sich eine Liste relevanter Publikationen zu GATS; und die deutsche UNESCO-Kommission befasst sich ebenfalls intensiv mit der Thematik, u. a. erarbeitet sie derzeit eine Konvention zum Schutz kultureller Vielfalt. Sie informiert laufend über die Ergebnisse ihrer Arbeit, in "UNESCO-Heute Online Februar 05" sind z. B. die Ergebnisse der Beratung der bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt vom 17.1.05 sowie der Arbeitssitzung des Internationalen Liaisonkomitees (Paris 26./27.1.05) nachzulesen.


Der VLV - Voice of the Listener and Viewer, eine Zuhörer- und Zuschauerorganisation in Großbritannien, hat am 12. 2. 2005 eine internationale Tagung zum Thema "The Future of Public Service Broadcasting in Europe and the Commonwealth" veranstaltet. Das Programm dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Der Vorsitzende des Kölner Initiativkreises Öffentlicher Rundfunk, Dr. Manfred Kops, hat auf dieser Veranstaltung für die EURALVA - European Alliance of Viewers´ and Listeners´ Associations - ein Referat zum Thema "What Role Can Citizens Play in Ensuring Good Governance and the Principles of Public Service in Broadcasting?" gehalten. Eine überarbeitete und erweiterte Fassung dieses Referates in englischer Sprache finden Sie hier; eine erweiterte deutsche Fassung finden sie hier.


Der Initiativkreis hat am 26. Januar 2005 unter Mitwirkung des Deutschen Kulturrats und der Deutschen UNESCO-Kommission und mit Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz ein Symposion zum Thema "Der Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" veranstaltet. An ihr nahmen ca. 170 Personen teil. Die Referate und Mitschriften der Aussprachen werden in Kürze als Band 2 der "Beiträge des Kölner Initiativkreises öffentlicher Rundfunk" im Lit-Verlag erscheinen.


Vor dem Hintergrund neuer, umstrittener Programmangebote privater Rundfunkveranstalter (Schönheits-OP- und Ekel-Formate) haben die Mitglieder der Gesamtkonferenz (GK) der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) am 17. 11. eine Erklärung „Privatwirtschaftlicher Rundfunk und öffentliche Aufgabe“ abgegeben. In ihr werden die privaten Veranstalter von Fernsehvollprogrammen aufgefordert, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und ihren programmlichen Anspruch inhaltlichen Qualitätsmaßstäben zu unterwerfen. Der Text ist im Internet abrufbar hier.


Der Initiativkreis veranstaltet am 26. Januar 2005 unter Mitwirkung des Deutschen Kulturrats und der Deutschen UNESCO-Kommission und mit Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz ein Symposion zum Thema:

"Der Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks".

In einem ersten Themenblock werden Herr Prof. Dr. Helge Rossen-Stadtfeld aus rundfunkrechtlicher und Herr Dr. Josef Eckhardt aus medienwissenschaftlicher Sicht normative und empirischen Ausgangstatbestände zum öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag darstellen; in einem zweiten Themenblock werden Herr Prof. Gebhard Henke, Frau Monika Piel und Herr Erdmann Linde anhand konkreter Beispiele die Probleme und Möglichkeiten der Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kulturauftrags aufzeigen; und in einem dritten, abschließenden Themenblock werden Frau Staatsministerin Dr. Christina Weiss, Herr Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Frau Ingrid M. Haas und Herr Fritz Pleitgen den heutigen Stellenwert des öffentlich-rechtlichen Kulturauftrags aus unterschiedlichen Sichtweisen beschreiben. Moderiert wird die Veranstaltung von Uwe Kammann, epd medien. Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Für das Mittagsbuffet und die Pausengetränke wird eine Kostenpauschale von 20 € erhoeben. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich (gerne auch per email); in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen erhalten Sie dann eine Anmeldebestätigung, die Sie beim Eintritt bitte vorweisen.


Anknüpfend an eine im September 2004 von der niederländischen Ratspräsidentschaft in Amsterdam ausgerichtete Fachkonferenz mit dem Thema „The Key Role of Public Service Broadcasting in European Society in the 21st Century“, und im Vorfeld des in Kürze stattfindenden Treffens der Europäischen Kulturminister hat der Initiativkreis unter der Federführung seines Mitglieds Martin Stock eine Stellungnahme verabschiedet mit dem Titel: "Amsterdamer Protokoll (1997) und Amsterdamer Konferenz (2004): Public-Service-Rundfunk in Europa voranbringen! Die Entwicklungsgarantie ernstnehmen und einlösen!"

The declaration also is available in English.


Die European Broadcasting Union EBU hat vor kurzem ein Paper mit dem Titel "The key role of public service broadcasting in European society in the 21st century" veröffentlicht. Es versteht sich als Replik auf das "White Paper on the Financing and Regulation of Publicly Funded Broadcasters", das im März d. J. unter dem Titel "Safeguarding the Future of the European Audiovisual Market" von der ACT, der EPC und der AER veröffentlicht worden war (siehe dazu unsere frühere aktuelle Meldung). In dem EBU Papier werden in einem ersten generellen Teil die besondere Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschrieben, das europäische Modell des "dualen" Rundfunks dargestellt, die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und dessen Vereinbarkeit mit dem Europäischen Wettbewerbsrecht erörtert, die von den öffentlich-rechtlichen Veranstaltern bereitgestellten hochwertigen nationalen Angebote hervorgehoben und die notwendige Beteiligung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Anbieter von Online-Medien gefordert. In einem zweiten Teil wird auf aktuelle rundfunkpolitische Fragen der Europäischen Union eingegangen. Die insgesamt sehr lesenswerte Publikation, die in knapper, präziser und aktueller Form auf die Versuche antwortet, die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mithilfe der Europäischen Wettbewerbspolitik einzuschränken, kann unter dem Titel "nlU 2004: EBU Contribution" von der Homepage der EBU (http://www.ebu.ch/en/index.php) heruntergeladen werden.


Die Rolle der BBC wird in einer sog. "Royal Charter" festgelegt, die jeweils für einen Zeitraum von zehn Jahren gilt. Zur Zeit wird die (noch bis Ende 2006) geltende Charter unter Einbeziehung der Britischen Öffentlichkeit von der Britischen Regierung einer Revision unterzogen (Näheres dazu findet sich unter (http://www.bbc.co.uk/thefuture/). Im Zuge dieser Debatte sind eine Reihe informativer, zum Teil sehr grundsätzlicher und umfangreicher Dokumente vorgelegt worden. Dazu gehört der im Juni erschienene Bericht der Britischen Regulierungsbehörde OFCOM "Revision of Public Service Television Broadcasting", auf den wir bereits in einer früheren aktuellen Meldung hingewiesen haben, sowie eine ebenfalls im Juni erschienene Veröffentlichung der BBC mit dem Titel "Building Public Value. Renewing the BBC for a Digital World" (http://www.bbc.co.uk/thefuture/pdfs/bbc_bpv.pdf). Darin werden in einem ersten Hauptteil die Ziele, die Rolle und die Perspektiven der BBC beschrieben und in einem zweiten Hauptteil Vorschläge zur Führung der BBC (Governing the BBC) unterbreitet. Das für die Regierung federführende Department for Culture, Media and Sport (DCMS) hat ebenfalls ausführliche Unterlagen zur Diskussion beigesteuert, vor allem einen Bericht mit dem Titel "Review of the BBC´s Royal Charter. What You Said About the BBC" (http://www.bbccharterreview.org.uk/pdf_documents/what_you_said_aboutthe_BBC.pdf), in dem Bewertungen der BBC durch das Publikum veröffentlicht worden sind, sowie das Papier "BBC Royal Charter Review: An Analysis of Responses to the DCMS Consultation" (im WWW abrufbar unter http://www.bbccharterreview.org.uk/pdf_documents/ubiques_analysis_bbccr_responses.pdf).


Die letzte Sitzung des Initiativkreises hat am 5.10. stattgefunden . Tagesordnungspunkte waren das Thema "Kulturelle Vielfalt als Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks", die Vorbereitung unserer Veranstaltung zu diesem Thema am 26.1.2005, die Diskussion über die Möglichkeit und Form, eine Stellungnahme zum White Paper "Saveguarding the Future of the European Audiovisual Market" bzw. zu der von der EBU dazu vorgelegten Replik zu erarbeiten, sowie die ausführliche Diskussion über mögliche künftige Arbeitsschwerpunkte des Initiativkreises. Das Prokokoll dieser Sitzung wird den Mitgliedern Mitte Oktober zugesandt und kann dann auch im internen Bereich unserer Webseiten eingesehen werden..


In die Diskussion um die Berechtigung und Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben die privaten Medienanbieter im März des Jahres ein "White Paper on the Financing and Regulation of Publicly Funded Broadcasters" vorgelegt. Unter dem Titel "Saveguarding the Future of the European Audiovisual Market" wiederholen sie ihre bisher nur auf nationaler Ebene (in Deutschland bisher vor allem vom VPRT) unternommenen Bemühungen, den Aufgabenbereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu begrenzen und damit privaten Medienunternehmen neue Erlöspotentiale zu verschaffen. Der Vorstoß besitzt dabei insofern eine neue Qualität, als er gemeinsam von der ACT (Association of Commercial Television in Europe), der AER (Association Europeene des Radios) und dem EPC (European Publishers Council) getragen wird und damit sowohl international als auch intermedial koordiniert ist. Das Paper ist im Internet unter http://www.epceurope.org/presscentre/Safeguarding_Audiovisual_Market_final_300304.pdf abrufbar. Es wird mit Spannung zu beobachten sein, wie die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und vor allem auch die Europäische Kommission auf diese Vorstöße reagieren werden (siehe zur Position der Kommission etwa den Bericht "The Future of European Audiovisual Regulatory Policy" vom Ende letzten Jahres, der im Internet unter http://europa.eu.int/eur-lex/en/com/cnc/2003/com2003_0784en01.pdf abgerufen werden kann).


Ende April hat die englische Regulierungsbehörde OFCOM ihren mit Spannung erwarteten Bericht über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Großbritannien vorgelegt. Er ist abrufbar über http://www.ofcom.org.uk/consultations/current/psb/


In der letzten Sitzung des Initiativkreises wurde auf Vorschlag des Vorsitzenden beschlossen, Mitglied von EURALVA, der "European Alliance of Listeners´ and Viewers´ Associations" zu werden (siehe www.vlv.org.uk/pages/groups-euralva.shtml). Diese Organisation wurde gegründet und wird koordiniert durch die englische Organisation "Voice of the Listener and Viewer", die sich für die Hörer- und Zuschauerinteressen und deren Berücksichtigung innerhalb eines starken und unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunks einsetzt (siehe www.vlv.org.uk/).


Herr Dr. Josef Eckhardt, Mitglied des Initiativkreises und früherer Leiter der Medienforschung des WDR, hat in einer für das DeutschlandRadio erstellten Studie anhand der Elitenbefragungen des DeutschlandRadios die Qualität des Hörfunkangebots aus der Sicht von Zielgruppen untersucht. Nach seiner Ansicht sind solche Elitenbefragungen ein legitimes und geeignetes Instrument zur qualitativen Bewertung von Rundfunkprogrammen, die auch für die öffentlich-rechtlichen Programme der Landesrundfunkanstalten der ARD stärker genutzt werden sollten: "Für die Diskussion der nächsten Jahre über die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – insbesondere auch über ihre gehobenen Hörfunkprogramme – könnten ... Forschungsergebnisse, wie sie aus den Elitenbefragungen des DeutschlandRadio gewonnen wurden, eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen."

Josef Eckhardt:
Qualität des Hörfunkangebots aus der Sicht der Zielgruppen - Elitenbefragungen des DeutschlandRadio;
Reihe "Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie", Heft 185, Köln,
im April 2004, ISBN 3-934156-78-9,
13 S., Schutzgebühr 5,--


Der geschlossene Bereich der Webseiten des IOER ist jetzt eingerichtet. Er kann nur mit den Passwörtern betreten werden, die an die Mitglieder vergeben wurden. Sollten Sie noch kein Passwort besitzen oder dieses vergessen haben, wenden Sie sich bitte per Email an den IOER. Über den geschlossenen Bereich können auch die Protokolle der Sitzungen eingesehen werden. Die Mitglieder werden gebeten, diese Möglichkeit in Zukunft zu nutzen, da der Versand der Protokolle per Post in Zukunft auslaufen soll.


Am 30. Dezember verstarb das langjährige Mitglied unseres Initiativkreises Fritz Stiller im Alter von 81 Jahren. Wir verlieren mit ihm einen fachlich überaus kompetenten Mitstreiter, der seine Erfahrungen mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, u. a. durch seine Tätigkeit im WDR-Rundfunkrat, dem er von 1985 bis 1997 angehörte, in unseren Kreis einbrachte, und wir verlieren mit ihm einen überaus liebenswerten Menschen, der unsere Arbeit wesentlich mitgeprägt hat: in der Sache stets um konstruktive und zielgerichtete Entscheidungen bemüht und im Umgang stets freundlich und ausgleichend. Wir werden Herrn Stiller in dankbarer Erinnerung behalten.


Prof. Dr. Dieter Grimm, von 1987 bis 2000 Richter am Bundesverfassungsgericht und derzeit Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte und Rechtsvergleichung an der Humboldt-Universität zu Berlin, hat vor kurzem in der Reihe "Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie" ein Papier zum Thema "Anforderungen an künftige Medienordnungen" veröffentlicht. Darin begründet er die Notwendigkeit eines Rundfunks, der sowohl staats- als auch marktfern organisiert ist, und er zeigt auf, dass diese Anforderungen durch die technische Konvergenz der Medien nicht obsolet werden. Die Veröffentlichung basiert auf einem Referat, das der Autor auf der polnisch-deutschen Konferenz „Künftige Medienordnungen“ vorgetragen hat, die vom Berliner „Initiativkreis öffentlich-rechtlicher Rundfunk“ in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Kulturinstitut Berlin und dem Deutschen Bundestag am 8./9. Mai 2001 in Berlin veranstaltet wurde.


Der Initiativkreis trauert um sein langjähriges Mitglied Danny Brees, der am 15. Oktober 2003 im Alter von 67 Jahren in Lemgo verstorben ist. Als Vorsitzender des ARD-Programmbeirats brachte Danny Brees seinen großen Sachverstand in die Arbeit des Initiativkreises ein. Dabei kennzeichnete ihn sein leidenschaftliches Engagement für einen föderalen und von politischen und kommerziellen Zwängen unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Mit ihm verliert der Initiativkreis ein kompetentes, loyales und liebenswürdiges Mitglied. Wir werden Danny Brees ein ehrendes Andenken bewahren.


Mitte Juli 2003 ist im Lit-Verlag der Tagungsband zur Veranstaltung "Öffentlicher Rundfunk in gesellschaftlicher Verantwortung. Anspruch und Wirklichkeit" erschienen, die der Initiativkreis am 21. Januar 2003 im Film Funk und Fernsehzentrum der evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf, veranstaltet hat: Manfred Kops (Hg.): Öffentlicher Rundfunk in gesellschaftlicher Verantwortung. Anspruch und Wirklichkeit. ISBN 3-8258-6927-X, 152 Seiten. Der Band wird im Buchhandel zum Preis von 12,80 € verkauft; unser Initiativkreis konnte 50 Exemplare (für die Mitglieder und die Autoren) zum Vorzugspreis von 6,00 € beziehen. In der Gestaltung und in den Konditionen stimmt er weitgehend mit der ebenfalls im LIT-Verlag veröffentlichten Schriftenreihe des Münchner Arbeitskreises öffentlicher Rundfunk überein.


In der Sitzung des Initiativkreises am 21. 7. 2003 referierte Guillaume Chevenière, der Vorsitzende des World Radio and Television Councils, zu den "Zielsetzungen und Aktivitäten des World Radio and Television Council". Einzelheiten hierzu finden sich auch auf der Homepage des WRTVC (unter www.wrtvc.org).


Der Initiativkreis begrüßte in seiner Sitzung am 21. 7. 2003 als neues Mitglied Herrn Dr. Alexander Schink, Hauptgeschäftsführer des Landkreistages NRW.


Als weiteren Referenten konnte der Initiativkreis in seiner Sitzung am 21. 7. 2003 den Programmleiter des WDR 3 Hörfunkprogramms, Herrn Prof. Karl Karst begrüßen, der mit dem Initativkreis über die "Möglichkeiten und Probleme der Erfüllung des Kulturauftrages im öffentlich-rechtlichen Rundfunk" sprach.


In der gleichen Sitzung referierte und diskutierte die Justitiarin des WDR, Frau Eva Maria Michel, mit dem Initiativkreis die "Folgen der Welthandelsordnung und der <General Agreements on Trades in Services (GATS)> für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk".


Das Protokoll der Sitzung vom 21. 7. 2003 wurde den Mitgliedern Mitte August zugesandt. In Zukunft können die Protokolle der Sitzungen des Initiativkreises - auch früherer Sitzungen zurück bis 2000 - über den Mitgliederbereich der Webseiten eingesehen werden. Für diesen geschlossenen Bereich ist zudem ein internes Diskussionsforum geplant.


Rainer Welzel, Mitglied des Initiativkreises, hat eine CD zusammen gestellt, die eine Vielzahl von Links und Dokumenten zu den Themen WTO, GATS, TRIPS und öffentlich-rechtlicher Rundfunk enthält. Die CD wurde den Mitgliedern des IOER, die an der Sitzung am 21. 7. teilgenommen haben, übergeben; diejenigen Mitglieder des Kreises, die am 21. 7. nicht teilnehmen konnten, wurde sie per Post zugesandt. Nichtmitglieder des Initiativkreises können die CD auf Anfrage kostenlos beziehen, die Links und Dokumente werden im Lauf der nächsten Wochen aber auch in die Webseiten des IOER integriert.


Ein von Herrn Dr. Josef Eckhardt, Mitglied des Initiativkreises und früherer Leiter der Medienforschung des WDR, am 30. Januar 2003 auf einer internen Diskussionsveranstaltung von RADIOkultur SFB/ORB in Berlin gehaltenes Impulsreferat ist in einer geringfügig überarbeiteten Fassung als Arbeitspapier des Instituts für Rundfunkökonomie an der Universität zu Köln veröffentlicht worden.

Josef Eckhardt: Klassische Musik und das Kulturradio – Stand der Forschung, Köln, im März 2003, Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie, Heft 166, ISBN 3-934156-57-6, Schutzgebühr 4,50 €.

Das Papier kann im Internet eingesehen und abgerufen werden unter der Adresse http://www.rundfunk-institut.uni-koeln.de.


Ein in der Sitzung des Initiativkreises am 5. Mai 2003 vom Mitglied des Initiativkreises, Herrn Prof. Dr. Klaus Katz, früherer Leiter der Programmplanung des WDR-Fernsehens und Gründungsrektor und Professor für Medienmanagement der Kunsthochschule für Medien Köln, gehaltenes Referat ist in einer überarbeiteten und erweiterten Fassung als Arbeitspapier des Instituts für Rundfunkökonomie veröffentlicht worden:

Klaus Katz: Erfüllt der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen Kulturauftrag? Zum Beispiel: Das Fernsehprogramm des Westdeutschen Rundfunks. Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie an der Universität zu Köln, Heft 167, Köln, im Juli 2003, ISBN 3-934156-58-4, Schutzgebühr 3,50 €.

Das Papier kann im Internet eingesehen und abgerufen werden unter der Adresse http://www.rundfunk-institut.uni-koeln.de.


Der 8. Mainzer MedienDisput - eine medienpolitische Fachkonferenz - steht in diesem Jahr unter dem Motto "Auf dem Boulevard der Öffentlichkeit - Was kostet uns die Meinungsfreiheit". Einzelheiten zum Programm sind abrufbar unter anmeldung@MainzerMedienDisput.org.


Zusammen mit dem „World Summit On The Information Society“, der von der "International Telecommunication Union" (ITU) am 10. bis 12. 12. 2003 in Genf veranstaltet wird, veranstalten am 9. - 11. 12. 2003 die UNESCO, die EBU und die Schweizer Regierung das World Electronic Media Forum.